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Katalogbestellung |
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| Geldhauser Linien und Reiseverkehr |
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Sehr geehrte Leser,
ein bisschen Stolz bin ich ja schon wenn ich heute, ziemlich genau vierzig Jahre nach der Unternehmensgründung durch meinen leider schon verstorbenen Opa, Ihnen unser Unternehmen vorstellen darf.
Seit 1962 betrieb mein Opa bereits ein Fuhrunternehmen, das hauptsächlich im Auftrag der Stratebau Kies und Teer für den Bau der A8 transportierte.
Am 1. Februar 1966 meldete er dann bei der Gemeinde Brunnthal ein Busunternehmen an.
Dies geschah komischer Weise, weil der Gemeinderat mit einem benachbarten Busunternehmen überhaupt nicht mehr zufrieden war. Es folgte ein Gemeinderatsbeschluss, dass mein Opa, weil er schon mehrere LKWs besitzt, sich einen Bus kaufen soll und für den Schulverband Brunnthal- Hofolding zukünftig die Schüler befördern sollte.
Dann nahm alles seinen Lauf:
Bereits 1968 wurde ein Zusatzbus für den Schulverband angeschafft.
1969 folgten die ersten Aufträge für das Landratsamt München. Die Gymnasien Neubiberg und Ottobrunn brauchten eine Anbindung aus dem Gemeindegebiet.
Ab 1972 konnten wir die ersten 3 Berufsverkehre für die Fa. Gruber aus Ottobrunn fahren. Es wurden Arbeiter von MBB aus Holzkirchen, Denning und Sendling nach Ottobrunn gebracht.
Im gleichen Jahr wurde mein Opa zum Bürgermeister von Brunnthal gewählt und mein Vater wechselte von der Hypo Bank in den elterlichen Betrieb.
1974 haben wir die Aufträge der Fa. Singer aus Au bei Bad Feilnbach übernommen. Einen der beiden Berufsverkehre fahren wir noch heute.
Seit 1976 befördern wir fürs Landratsamt München alle Schüler der Erwin-Lesch-Schule Unterhaching. Alle Berufsverkehre zu MBB wurden für die Bundesbahn gefahren. Im Jahre 1976 wurde aus allen Post- und Bahnbussen die RVO gegründet, welche heuer ihr 30-jähriges bestehen feiert. Also fahren wir seit dem ersten Tag der RVO für diese im Auftrag.
Im Jahr 1978 gründeten meine Eltern die Martin Geldhauser Kleinbusse. Hier befördern wir bis heute behinderte Kinder zur Erwin-Lesch- Schule.
1986 wurde der erste Fernreisebus von Mercedes, mit Klimaanlage und Toilette, gekauft.
Zu unseren ersten Reisekunden gehörten neben Vereinen und Firmen aus der Umgebung, das Bayerische Pilgerbüro und auch Studiosus.
Unsere Reisebusse befuhren seit dem Straßen in ganz Europa mit vielen zufriedenen Gästen.
Als 1988 wieder zwei Berufsverkehrslinien vom Ostbahnhof nach Ottobrunn zu MBB dazu kamen, drohte unser Betrieb in Brunnthal in der Riedhauser Straße zu platzen. Mein Opa kaufte daraufhin dieses Grundstück wo wir heute zu Hause sind.
Bis in den Herbst 1990 wurde ein Betriebshof gebaut. Noch im Winter wurde der neue Betrieb mit zwölf Omnibussen und ca. zwanzig Angestellten bezogen.
1992 bekamen wir im Auftrag der RVO unsere erste MVV Linie. Die ersten drei Linienbusse gingen auf Fahrt zwischen Unterhaching und Höllriegelskreuth auf der Linie 224.
Im August 1995 traf uns ein großer Schicksalsschlag. In der Nacht brannte die gesamte Fahrzeughalle mit Waschhalle und Werkstatt bis auf die Grundmauern nieder. Sogar vom Wohn- und Bürogebäude brannte der Dachstuhl, aber dieser Teil konnte gerettet werden. Menschen kamen zum Glück nicht zu Schaden, ein Fahrer und ich mitsamt Familien wurden von der Feuerwehr geweckt und in Sicherheit gebracht. In dieser Nacht verbrannten fünf, zum Teil neuwertige Omnibusse und vier Kleinbusse. Gott sei Dank musste mein Opa das nicht mit ansehen, der Betriebshof war sein ganzer Stolz, er verstarb im Dezember 1993 völlig unerwartet kurz nach seinem 75. Geburtstag.
Ohne zu zögern wurde wieder gebaut, bis im Jahre 1996 der neue, heutige Betriebshof fertig war.
Ebenfalls 1996 wurde die Autoreisen Preis GmbH aus Wolfratshausen, das älteste Busunternehmen im Landkreis Tölz, mit fünf Bussen übernommen. Damit erkauften wir uns zugleich die ersten eigenen Liniengenehmigungen für die Strecken Endlhausen Wolfratshausen die Linie 375 und die Strecke Wolfratshausen- Starnberg die Linie 975, die wir auch bis heute noch betreiben. Durch unseren neuen Standort in Wolfratshausen wurde die Zusammenarbeit mit der ebenfalls ortsansässigen RVO Niederlassung immer enger.
1997 wurde der erste Geldhauser Reisen Katalog auf den Markt gebracht. Um in München Fuß zu fassen folgte bereits ein Jahr später die übernahme des kompletten Geschäftsbetriebes der Autoreisen Pankofer GmbH, einem der ältesten Busreiseveranstalter im Großraum München mit dem Reisebüro im Münchner Rathaus am Marienplatz.
Mit dem Sommerkatalog 2000 entstand die teambus AG, eine Fusion von den namhaftesten Busbetrieben aus München.
Im Herbst 2002 konnte in Bietergemeinschaft mit der RVO die erste europaweite Ausschreibung gewonnen werden und aus der Zusammenarbeit mit der RVO wurde immer mehr eine echte Partnerschaft. Als eines der ersten Busunternehmen im MVV fahren wir seitdem im neuen MVV Standart die Linie 223 A + B zwischen Sauerlach, Arget und Gumpertshausen. Die Niederflurbusse in MVV Lackierung, sind alle mit Klimaanlage, Behinderten-Klapprampe, elektronischem Fahrscheindrucker und elektrischen Zielanzeigen ausgestattet.
Ab dem Jahr 2004 ging es rasant weiter, erneut konnten mit der RVO europaweite Ausschreibungen gewonnen werden. Wir bekamen die Zuschläge für die Linien 213, 217, 224 und 846 mit insgesamt 14 Bussen, außerdem befahren wir seit Juni 04 mit vier MVV Bussen die Linie 837 im Landkreis Fürstenfeldbruck und ebenfalls noch mal vier neuen Bussen für die RVO in Wolfratshausen. Insgesamt wurden seit Mai 2004 25 neue Omnibusse angeschafft.
Viele neue Aufträge konnten an Land gezogen werden, doch nun war es an der Zeit den Betrieb richtig durch zu organisieren. Es wurde ein externer Berater zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems geholt, der in mühevoller Kleinarbeit unseren Betrieb von der Pieke aus genauestens unter die Lupe genommen hat. Nach gut zwei Jahren konnten wir von derDQS aus Frankfurt im April 2004 unser Zertifikat nach DIN EN ISO 9001: 2000 erhalten.
Als einer der ersten Busbetriebe in Deutschland waren wir in allen Geschäftsbereichen erfolgreich zertifiziert.
Ab April 2005 haben wir zur Sicherheit der Fahrgäste das Zertifikat Sicherheit im Busbetrieb nach TÜV und Dekra Kriterien in unser System eingepflegt und diese Prüfung ebenfalls mit Erfolg abgelegt.
Nachdem die Gesellschafter der teambus AG im Linienverkehr alle stark gewachsen waren verloren sie das Interesse an der Busreiseveranstaltung und zogen sich auf Ihr Kerngeschäft zurück. Wir brachten dann als einziger der teambus Gründer noch einen Katalog für Stammkunden heraus.
Zur Zeit fahren wir mit unseren 60 Omnibussen, davon 10 Reise-, 7 Überland und 43 MVV Busse sowie über 65 Kleinbusse für die Behinderten- teilweise Schwerstbehinderten Kinder im Jahr über 4 Millionen Kilometer und verbrauchen dabei ca 1.200.000 Liter Diesel.
Es werden täglich fast 1500 Schulkinder und mehrere Tausend Berufstätige sicher und zuverlässig befördert.
Das ist Zweifels ohne ein Riesen Rad, das es zu drehen gilt um einen reibungslosen Betrieb an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zu gewährleisten. Aber wir drehen dieses Rad gerne für Sie und würden uns freuen, wenn Sie uns auch in Zukunft Ihr Vertrauen schenken damit wir alle noch viele Jubiläen zusammen feiern können.
Einen besonderen Dank möchte ich hier noch allen Mitarbeitern für Ihren guten Einsatz und Ihre zuverlässige Unterstützung aussprechen. Ohne Sie hätten wir in vierzig Jahren das alles nicht schaffen können.
Martin Geldhauser jun.
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